Kletterhalle

Sofia

Jahr:2012

Im städtebaulichen Kontext positioniert sich das Collider activity Center an einem Knotenpunkt zwischen Wohn- und Gewerbegebiet. Es bildet an seiner exponierten Lage den Auftakt für einen Grüngürtel welcher die beiden homogenen Gebiete klar begrenzt und somit einen adäquaten Anschluss an die Umgebung darstellt. Die polygonale Grundform entwickelt sich aus dem städtebaulichen Raster der Umgebung, welche an sich an diesem Punkt kreuzen. Durch einen Rücksprung des Gebäudes entsteht eine Platzsituation um das Vis a Vis zum Kindergarten zu prägen. Das Konzept des neuen Collider activity center basiert auf einer aufgesprungen Stein. Die Menschenströme die das Gebäude durchziehen, bilden die Ein und Ausgänge an der Fassade. Sie verlaufen durch das ganze Gebäude und treffen im Atrium zusammen. Das Atrium im Mittelpunkt bildet den Kern aus welchem der Körper in die verschiedenen Ebenen und Durchgänge aufgebrochen und erschlossen ist. Diese Felsspalten setzen sich in den Außenanlagen fort, verästeln sich in Wege und gliedern so die einzelnen Aktivitätsbereiche der Parklandschaft. Die unterschiedlichen Funktionen entwickeln sich im gesamten um das lichtdurchflutete Atrium in der Mitte. Die Funktionen für den Publikumsverkehr sind über das offene Atrium erschlossen und orientieren sich zur rückseitigen Parklandschaft. Als neuer Treffpunkt für aktive Bevölkerung soll das Restaurant dienen.
Das gesamte Areal basiert auf der Idee des sehen und gesehen werden. So bilden sich viele Blickbeziehungen zwischen den aktiven Menschen. Zum einen gibt es den Canyon welcher die Besucher aus Level -1 in den Park führt und durch zahlreiche Sitzstufen Verweilqualitäten bietet. Ebenso das Sonnendeck zwischen Pool und Restaurant mit Blick in das tiefergelegene Greenhouse. Immer im Blick die einzelnen Boulder, Ropetopia, Outdoorkletterwand oder Deepwaterpool. So bietet das Areal auch die strukturellen Möglichkeiten Großevents und Wettkämpfen als Austragungsort zu dienen. Im Inneren stapeln sich die einzelnen Funktionen neben- und übereinander. So entstehen kurze Wege und Verknüpfungen der unterschiedlichen Bereiche. Die infrastrukturellen Funktionen finden sich immer am zentralen Erschließungskern angebunden. Das Greenhouse wächst aus der Parklandschaft unter das Gebäudevolumen und drückt die Form sichtlich in die Höhe. Die Verknüpfung der Einzelbereiche setzt sich im Außenbereich durch die Canyons fort. In diesen Bereichen entstehen zudem Zonen mit besonderen Aufenthaltsqualitäten. Der Officebereich ist über eine separate Erschließung angebunden und orientiert sich zur Straße. Auf drei Ebenen erstrecken sich Entwicklung Marketing und Vertrieb der Walltopiaprodukte. Die oberste Ebene ist der Skybar vorbehalten. Von hier aus besteht der Blick über den Park, in das Atrium sowie auf den Berg Vitosha auf der anderen Seite der Stadt. An diesem Ort gipfelt das Thema des sehen und gesehen werden. Es bietet unabhängig vom Trendsport, die Möglichkeit zum angesagten Treffpunkt der aktiven Menschen des Landes zu werden. Die Diversität der Funktionen zeichnet sich klar in der äußeren Gestalt ab, ohne die Wirkung des Gesamten aus den Augen zu Verlieren. Die entstehende expressive Form wird das neue Collider Activity Center zum neuen Gesicht der Fa. Walltopia und als prägnanter Landmark in Sofia schon von weitem erkennbar. Trotz seiner expressiven Form ist die konstruktive Umsetzung des Entwurfs mit industriellen Stahlbauteilen umsetzbar. Eine Primärstruktur aus Stahl reiht sich radial um das Atrium. Die Fassadenelemente bestehen aus leichten Blechelementen.